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Erweiterung des Nationalen Aktionsplanes um die Themen Homo- und Trans*feindlichkeit

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ lautet der erste Satz des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Entsprechend sind der Einsatz gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gemeinsame Aufgabe von Staat und Gesellschaft. Aus dieser Erkenntnis heraus legte die Bundesregierung im Jahr 2008 den „Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie der damit zusammenhängenden Diskriminierungen“ (NAP) vor.

Weiterhin verpflichtete sich die Bundesregierung im Jahr 2013 in ihrem Koalitionsvertrag, den nächsten Nationalen Aktionsplan (NAP) um die Themen „Homo- und Trans*feindlichkeit“ zu erweitern.

Auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) und der Bundesvereinigung Trans* (BVT*) wurden in enger Zusammenarbeit Forderungen an den nächsten Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung aus der LSBT*IQ-Community zu den Bereichen Respektarbeit, Schule und Bildung, Bundesverwaltung, Flucht und Migration, Bekämpfung LSBTIQ-feindlicher Gewalt, Jugendpolitik, Politik für Senior*innen, Gesundheitspolitik, Gesetzgebung zur Beseitigung von Diskriminierung sowie Entwicklungszusammenarbeit, Außenpolitik und Menschenrechte abgefragt und gesammelt.

Im Dialog mit verschiedenen Organisationen, Vereinen und Initiativen der LSBT*IQ-Community wurden die Ergebnisse im weiteren Verlauf in ein Eckpunktpapier des Lesben- und Schwulenverbandes für einen Aktionsplan gegen Homo- und Trans*phobie auf Bundesebene eingearbeitet, das im Sommer 2015 vorgelegt und den Bundesministerien zugeleitet wurde.
In Rücksprache mit ihren Mitgliedsvereinen hat die Bundesvereinigung Trans* dieses Eckpunktepapier kommentiert, erweitert und ergänzt.

Ziel ist es nun, das Eckpunktepapier mit den Ergänzungen um Homo- und Trans*phobie im Nationalen Aktionsplan mit einem weiteren Papier des „Netz gegen Rassismus“ zusammenzuführen, um im neuen Nationalen Aktionsplan ein gemeinsames zivilgesellschaftliches Kapitel zu erhalten.

Mitarbeit und Unterstützung hat das Eckpunktepapier auch von den folgenden Vereinen, Einrichtungen und Initiativen erfahren:
das Aktionsbündnis gegen Homophobie, die Amadeu-Antonio-Stiftung, die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS), Intersexuelle Menschen e.V., das Jugendnetzwerk Lambda, die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche, Queere Bildung, ProFamilia, Selbstbestimmt Leben in Deutschland, der Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter in Deutschland (VelsPol), der Verband für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intersexuelle und queere Menschen in der Psychologie (VLSP).

Das gemeinsame Eckpunkte-Papier von BVT* und LSVD als PDF gibt es hier zum Download

Kontaktadresse der BVT* für Meinungen und Anregungen zum Papier: nap(at)bv-trans.de

Unsere gemeinsame Presseerklärung mit dem LSVD

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