Einladung zur Studienvorstellung des BVT* am 9.12.2016 in Berlin

Am Freitag, dem 9. Dezember 2016 stellen wir von 19-21 Uhr die „TRANS – JA UND?!“ Studie zu jugendlichen und jungen Trans*-Menschen vor. Sie heißt „Wie ein grünes Schaf in einer weißen Herde: Lebenssituationen und Bedarfe von jungen Trans*-Menschen in Deutschland“. Es ist gleichzeitig die erste offizielle Veranstaltung in den neuen Büro-Räumen des Bundesverbands Trans* (BVT*) in der Weisestr. 50, 12049 Berlin.→ weiterlesen

Stellungnahme des Bundesverbandes Trans* zur Initiative der GRÜNEN im Bundestag zur Abschaffung der Begutachtungspflicht

Zum Vorstoß der Bundestagsfraktion der GRÜNEN (weitere Quellen s.u.), die Begutachtungspflicht zur Vornamens- und Personenstandänderung für Trans*-Menschen abzuschaffen erklärt der Bundesverband Trans* (BVT*):

Der BVT* begrüßt die Bestrebungen der GRÜNEN im Bundestag, die Begutachtungspflicht als unnötige, teure und fremdbestimmte Barriere zwischen Trans*-Menschen und ihrem selbstbestimmten Leben nun so schnell wie möglich abzuschaffen und das Verfahren der Personenstands- und Vornamensänderung in einen Verwaltungsakt zu überführen.→ weiterlesen

Statement: Beratungs- und Unterstützungsbedarfe für transsexuelle/trans* Menschen und ihre Angehörigen in verschiedenen Lebenssituationen

Statement des Bundesverbandes Trans* anlässlich des Fachgesprächs „Beratungs- und Unterstützungsbedarfe für transsexuelle/trans* Menschen und ihre Angehörigen in verschiedenen Lebenssituationen“
im BMFSFJ am 29.06.2016

Der BVT* hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Beratungssituation für trans*Personen und ihren Angehörigen in Deutschland zu verbessern und strebt eine gesetzliche Verankerung des Anspruchs auf umfassende Beratung an. Dafür wird aktuell im Rahmen eines Partizipations-prozesses ein Policy Paper erstellt, welches einerseits die Bedarfe von trans*Personen und ihren Angehörigen sichtbar macht und andererseits politische Forderungen daraus ableitet. Expert_innen aus dem Feld erarbeiteten bereits im Rahmen eines Gruppenprozesses ein erstes Statement für den Bundesverband Trans*:

Trans*Personen und ihre Angehörigen benötigen im gesamten Bundesgebiet eine leicht zugängliche, niederschwellige und wohnortnahe Beratung, die parteilich als auch ergebnisoffen eine kompetente und individuelle Unterstützung gewährleistet.

In Anbetracht der besonders schwierigen und von erheblicher Diskriminierung geprägten Situation von minderjährigen trans* und ihrer Familien fordert der Bundesverband Trans* die Bundesregierung auf, dass Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung von Minderjährigen zu stärken und das Angebot einer wohnortnahen, community-basierten und fachkundigen Beratung für alle Ratsuchenden sicherzustellen.

Wir fordern weiterhin eine klare Unterstützung bei dem Aufbau eines nachhaltigen community-basierten Beratungsangebots zur Begleitung und Unterstützung von trans*Personen und ihren Angehörigen. Dessen Wirksamkeit ist insbesondere durch die finanzielle Absicherung von Arbeitsplätzen sowie von qualifizierten Aus- und Weiterbildungen – auch von ehrenamtlich tätigen Berater_innen und Selbsthilfegruppenmoderator_innen – zu sichern. Wir verstehen unter community-basierter Beratung zudem eine gemeinsame Arbeit mit sensibilisierten Fach-kolleg_innen jeglicher geschlechtlicher Identität auf Grundlage einer menschenrechtskonformen Arbeitshaltung.

Parallel dazu fordert der Bundesverband Trans* eine übergeordnete Fachstelle Trans* Beratung für den Aufbau eines bundesweiten Wissensnetzwerkes, von dem sowohl Selbsthilfegruppen, Vereine und Verbände im Trans*Spektrum als auch Regelangebote der freien Wohlfahrtspflege profitieren. Die Fachstelle selbst kann als Akteurin im Aufbau der Strukturen gelten, die aktuelle Beratungs-landschaft in diesem Kontext trans*freundlicher gestalten und weitere Zugänge eröffnen. Zudem soll sie die Qualitätsentwicklung der vielfältigen Beratungs- und Selbsthilfeangebote vorantreiben. Insbesondere als Dienstleisterin für die Community ist sie in ihrer Verweiskompetenz essenziell. Auch soll ihre Errichtung dazu dienen, Akteur_innen aus den Bereichen der Gesundheitsversorgung, Politik und Verwaltung die Möglichkeit zu bieten, zuverlässige Informationen zu erhalten und sich für trans*spezifische Belange einzusetzen.

Der Vorstand des BVT*

(Als PDF Dokument, 0,5MB)