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Trans*Gesundheitsversorgung

Das Policy Paper Gesundheit der Bundesvereinigung Trans*
– Forderungen an die medizinischen Instanzen und an die Politik

Das Policy Paper Trans*Gesundheitsversorgung als PDF zum Download

Die Bundesvereinigung Trans* (BVT*) sieht die geltenden Richtlinien, die den Zugang und die Kostenübernahme von gesetzlich krankenversicherten trans* Personen regeln, als veraltet an und empfiehlt ihre Überprüfung und Überarbeitung. Darüber hinaus richtet die BVT* folgende Kernforderungen an die medizinsichen Instanzen und die politischen Entscheider_innen:

  • Schaffung einer individualisierten, zugänglichen, bedürfnisorientierten Gesundheitsversorgung für alle trans* Menschen in allen Lebenssituationen, Altersstufen, mit allen Körperlichkeiten und möglichen Beeinträchtigungen ohne Zwang zur Psychodiagnostik.
  • Abschaffung der psychopathologisierenden Diagnose F.64.0 „Transsexualismus“ unter psychischen und Persönlichkeitsstörungen im ICD bei gleichzeitiger Sicherstellung einer nicht-psychopathologisierenden Klassifizierung.
  • Sicherstellung der Kostenübernahme geschlechtsangleichender Behandlungen durch alle Formen der Krankenversicherungen in Verbindung mit transparenten und gleichzeitig bedürfnisorientierten Regelungen des Zugangs zu diesen als eine Grundvoraussetzung für eine gute Gesundheitsversorgung für trans* Menschen.
  • Berücksichtigung der Selbstbestimmung über die eigene Körperlichkeit („informed consent“-Modell) beim Entscheidungsfindungsprozess für körperkorrigierende bzw. -angleichende Maßnahmen.
  • Zeitnahe Entwicklung und Implementierung von Aus- und Fortbildungsprogrammen für alle medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Berufe um die Diskriminierungen von trans* Menschen in der allgemeinen Gesundheitsversorgung zu beenden.
  • Aktive Einbeziehung der Interessensvertretungen von trans* Menschen in alle Veränderungen und Aktivitäten, die ihre Gesundheitsversorgung betreffen
  • Unterstützung von Peer-Beratungsangeboten, Selbsthilfen und Trans*-Verbänden, um zu einem Dialog zu Anti-Diskriminierung und Ent-Stigmatisierung befähigt zu werden.
  • Unverzügliche Umsetzung aller gesundheitsbezogenen Forderungen der Transgender Resolution 2048 des Europarates von 2015 in Deutschland in Zusammenarbeit mit den Trans*-Verbänden.
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